Human Design & Gene Keys

Mein persönlich größter Aha-Moment mit Human Design

Hallo und herzlich Willkommen auf meinem Blog!

Schön, dass du mich gefunden hast. Hier entsteht gerade mein neuer Blog. Es wird rund um die Themen Spiritualität, Bewusstsein und den Wandel gehen.

In diesem Artikel erfährst du, wie ich in das Human Design System hineingestolpert bin und was mein erster persönlich größter Aha-Moment war. Ich gebe dir Tipps für deine ersten Schritte, mit denen du dich dem Thema annähern kannst und erkläre dir, warum die praktische Anwendung so wichtig ist.

Kennst du das, wenn dir ein bestimmtes Thema von verschiedenen Seiten immer wieder präsentiert wird und es hartnäckig immer wieder deinen Weg kreuzt, bis du endlich hinsiehst? Als ob da jemand von oben Regie führen würde und schon mit den Augen rollte und seufzen würde ‚na, wann guckt sie denn nun endlich mal hin?‘. So war es bei mir mit dem Human Design System.

Eine ehemalige Kollegin hatte mich angesprochen, es wäre so unglaublich faszinierend, ich müsste es mir unbedingt mal ansehen und sie hat dann keine Ruhe gegeben und kam immer wieder damit an: ‚Anette, hast du es dir denn jetzt mal angesehen?‘ Parallel kamen solche Aufforderungen noch aus zwei bis drei anderen Ecken. Es wurde mir schließlich zu anstrengend, immer zu sagen, ‚Nein, habe ich noch nicht‘, also habe ich dann irgendwann nachgegeben: Na gut, dann gucke ich es mir jetzt eben jetzt mal an, mal sehen, ob da was dran ist und ob das wirklich so toll ist.

Mein persönlicher Einstieg

Ich habe also ‚Human Design‘ gegoogelt und ein Video gefunden. Eine Human Design Frau – ich weiß leider nicht mehr, wer es war – wurde interviewt und erklärte die vier verschiedenen Energie-Typen. Ich war ganz Ohr und dachte, na gut, wenn da was dran sein sollte, dann bin ich jedenfalls Projektorin. Ich konnte mich ziemlich gut in ihrer Beschreibung wiederfinden.

In der Mitte des Videos erwähnte sie dann, dass man auf einer Website sein Chart kostenlos erstellen könne und dann wüsste man, welcher Typ man sei. Ich habe das Video sofort angehalten und gleich mal nachgesehen: Jawoll, ich bin tatsächlich Projektorin! Und da standen noch so einige andere interessante Informationen neben meinem Chart, die wirklich gut auf mich passten und ich wurde richtig neugierig.

Mein Bodygraph

Yay, ich bin Projektorin!

Die Unterscheidung in die vier Energie-Typen – Manifestor, Generator, Manifestierender Generator (gehört zu den Generatoren), Projektoren und Reflektoren – ist eine erste grobe Einteilung und beschreibt unser körperliches Energiesystem. In jeder Gruppe gibt es dann noch diverse weitere Feinheiten und Unterteilungen, aber der Typ gibt schon mal eine Grundrichtung vor, die auch gut bei den Menschen zu erkennen ist. Die Energietypen sind aber übrigens nur EIN Aspekt von vielen weiteren. Es ist ein etwas holzschnittartiger Einstieg, danach kommt noch so viel mehr.

Projektoren gehören zu den sogenannten Nicht-Energietypen. Sie zeichnet aus, dass sie weder konstanten Zugriff auf den entscheidenden Motor in uns haben, nämlich das Sakral, das konstant die Lebensenergie und Schaffenskraft generiert, noch einen der anderen sogenannten Motoren (Energiezentren) haben, der mit dem Kehlzentrum verbunden ist. Ok, das klingt jetzt etwas kompliziert. Wichtig ist am Anfang zu verstehen, dass Projektoren ein undefiniertes Sakral haben. Das ist unser Hauptmerkmal.

Das Sakral-Zentrum

Wir alle leben hier in einer Welt, die stark geprägt ist von der nach außen projizierten sakralen Energie der Generatoren und Manifestierenden Generatoren, die diese schier unerschöpfliche Quelle der Lebensenergie in sich tragen und ihre Energie durch ihre Auren kontinuierlich ausstrahlen. Sie sind ein bisschen wie Duracell-Männchen: Einmal eingeschaltet laufen sie immer weiter und weiter und scheinen sich nicht zu erschöpfen – sofern sie ihrer Freude folgen. Diese sakralen Wesen machen über 70% der Bevölkerung aus und beeinflussen uns alle, da ihre ausgestrahlte Energie so stark ist und sie einfach so übermächtig viele sind.

Das nicht-definierte Sakral der Projektoren

Als Projektorin habe ich keinen konstanten Zugriff auf diese sakrale Energie in mir. Ich spüre sie bei anderen und nehme sie auf, was sich meistens recht angenehm anfühlt: Ich bekomme sozusagen einen Energieschub und fühle mich deshalb zeitweise selbst wie eine Generatorin.

Offene und definierte Zentren

Du kannst dir das so vorstellen, dass alle farbigen Zentren in deinem Chart als Sender fungieren und die weißen Zentren als Empfänger. Die farbigen Zentren nennt man in der Human Design Sprache ‚definiert‘, die weißen ‚undefiniert‘ oder ‚offen‘. Die undefinierten Zentren in uns nehmen die Energie aus unserer Umgebung, also den Auren anderer Menschen mit definierten Zentren, auf und verstärken sie noch.

undefinierte/ definierte Zentren

Während Generatoren mit ihrer unerschöpflichen inneren Energiequelle konstant den Zugriff auf die sakrale Lebensenergie haben, haben wir Projektoren nur zeitweise diesen starken Energieschub, dann aber in verstärkter Form. Wir werden zu kurzzeitigen Super-Generatoren und danach ist unser Akku wieder leer. Wir sind für den kurzen Sprint gemacht, aber nicht für den Dauerlauf. Wenn wir endlos lange durcharbeiten, erschöpfen wir uns und wir brennen aus. Wir sind einfach nicht für den klassischen 9-to-5 Job gemacht.

Ein Hauptproblem für Menschen mit offenem Sakral ist, dass sie nicht wissen, wann genug ist. Sie tendieren dazu, zu lange auf der sakraken Energie der anderen zu reiten, fühlen sich zeitweise sehr energetisiert und stark und sind sich nicht des Umstandes bewusst, dass dies nicht ihre eigene Energie ist, die sie da spüren. Wir neigen dazu, uns zu überstrapazieren und sind am Ende völlig erschöpft und leer, wenn wir nicht auf uns achtgeben.

Mein persönliches Aha-Erlebnis

Dieses Muster für mich zu erkennen, war am Anfang mein größtes Aha-Erlebnis. Ich habe über 20 Jahre in einem corporate Job gearbeitet und falls du das auch erlebt hast oder kennst, hast du vielleicht auch schon die Erfahrung gemacht, dass dieses Arbeitsklima zutiefst von sakralen Wesen geprägt ist. Jedenfalls war das in meinem Umfeld so. Da sind diese aufstrebenden Mädels, die morgens um neun schon 30 Power Point Folien gemalt haben und die elend langen Meetings am späten Nachmittag wollen gar nicht enden, weil immer noch jemand eine Frage hat.

Mich hat mein meist riesiges Arbeitspensum oft ausgelaugt und ich war phasenweise sehr müde und erschöpft. Mir liegt es mehr, in kurzen oft sehr effektiven Sprints zu arbeiten und es dann auch mal gut sein zu lassen. Meine Gabe ist es eher, die Energien der anderen zu lenken und die Steuerung zu übernehmen und ein Team zu führen. In so einem Job bin ich dann ja auch gelandet. Intuitiv hatte ich mir schon immer kleine Inseln gesucht und Auszeiten genommen, mein Kalender war nie so vollgeknallt wie bei meinen Kollegen, sofern ich das beeinflussen konnte. Und ich habe mir regelmäßig Pausen und Erholungszeiten genommen und meine Zeiten ohne Programm waren und sind mir stets heilig. Auch in meinem Privatleben.

Das alles zu erkennen und zu verstehen war so erleichternd! Auf einmal machte alles Sinn. Vorher hatte ich oft das Gefühl, in Sachen Arbeitspensum nicht mithalten zu können und nun wusste ich: Ok, ich bin das eben nicht. Ich funktioniere anders. Ich habe andere Stärken und Gaben.

Inzwischen akzeptiere ich meine eigenen Muster und habe ich gelernt, mit meiner Energie gut umzugehen. Ich genieße die produktiven Phasen und die schubartige Energie, die ich manchmal fühle und weiß aber auch, dass ich danach immer wieder Zeiten des Rückzugs und Zeiten ohne größere Aktivitäten zum Auftanken brauche.

Die Stärken der Projektoren

Projektoren habe aber nicht nur dieses vermeintliche Defizit, was eigentlich keines ist, sondern auch besondere Stärken. Projektoren sind sehr offen und nehmen anders wahr als die anderen Typen, sie sehen anders und mehr. Man bezeichnet die Projektoren auch als die Leader der neuen Zeit. Wir sind besonders gut darin, Muster zu lesen und zu beherrschen und auch die Energien von der Generatoren und Manifestierenden Generatoren zu lenken und zu steuern – wenn sie uns denn dazu einladen. Projektoren und Generatoren können als Dream-Team zusammenarbeiten, sofern sie ihre Stärken jeweils richtig einsetzen und sich gegenseitig wertschätzen und respektieren.

Wir Projektoren haben als einziger Typ die Gabe, in die Auren der anderen Typen einzudringen und sie auf einer sehr tiefen Ebene zu sehen. Einige Menschen mögen das übrigens, sie fühlen sich dann richtig gesehen und wahrgenommen, während es anderen vielleicht zu intensiv und eher unangenehm ist, so tief gesehen zu werden und sie fühlen sich vielleicht sogar durchschaut.

Ich bin sehr glücklich damit, Projektorin zu sein, aber jeder Typ hat seine besonderen Charakteristika und Stärken. Kein Typ ist besser als der andere, wir sind eben nur verschieden. Im Human Design nennt man dies übrigens Differenzierung. Ich finde es so schön zu beobachten, dass fast jeder glücklich oder sogar erleichtert ist, dass er genau sein Design abbekommen hat und kein anderes, wenn er zum ersten Mal seinen Typus erfährt.

Wenn du neu bei Human Design bist – wie fängst du am besten an?

Wenn du gerade ganz am Anfang stehst und anfängst, dich für Human Design zu interessieren, würde ich dir empfehlen, dir als erstes dein Chart zu erstellen und dich mit deinem Energie-Typ zu beschäftigen. Kannst du dich in der Beschreibung wiederfinden?

Auf meiner Website kannst du dir hier dein Chart erstellen und einen kostenlosen Mini-Report als PDF herunterladen. Du erfährst darin einiges über deinen Energie-Typen, deine Autorität und weitere Merkmale deines Charts. Vielleicht hast du damit ja ein ähnliches Aha-Erlebnis wie ich.

Es gibt außerdem inzwischen einiges an Büchern, Videos und Blog-Beiträgen im Internet.

Du kannst dir natürlich auch ein Reading deines Charts gönnen oder wenn du Human Design richtig gut verstehen möchtest, so dass du nicht nur dein eigenes Chart, sondern auch das von anderen lesen kannst, empfehle ich dir meinen kleinen kompakten Einstiegs-Videokurs.

Die praktische Anwendung

Im Human Design geht es nicht nur darum, sein Design zu entschlüsseln und es zu verstehen, sondern es geht auch darum, es zu leben, also praktisch anzuwenden. Das bedeutet vor allem, dass wir unsere Autorität und Strategie leben und Tag für Tag die richtigen Entscheidungen treffen, die uns dann im Leben richtig ausrichten und zu unserer Bestimmung führen. Ein weiterer wichtiger Baustein ist es, die Konditionierungen, die wir alle in uns tragen, zu erkennen und abzulegen.

Im Human Design heisst es, es dauere sieben Jahre, bis wir uns zu unserem authentischen Selbst neu ausgerichtet hätten und auf zellulärerer Ebene einmal erneuert hätten. Als ich das zum ersten Mal gehört habe, dachte ich, ach was, das geht viel schneller, das kriege ich schneller hin. Ich habe meinen ersten 7-Jahres-Zyklus noch nicht abgeschlossen und bin mittlerweile auf meinem Weg etwas demütiger geworden und kann mir nun doch vorstellen, dass es so lange dauert.

Die eine Sache ist es, das Konzept intellektuell zu verstehen. Als nachfolgender Schritt kommt unsere Selbstbeobachtung: Stimmt das alles? Ist da tatsächlich was dran, funktioniere ich so? Erst bei dem Experimentieren im täglichen Leben und unserer Beobachtung  von uns selbst und anderen können wir erkennen und verstehen, dass Human Design wirklich absolut präzise funktioniert und anfangen, unser Verhalten bewusst zu ändern und unser Design zu leben.

Meine Strategie und Autorität

Was bedeutet das ‚Leben meines Designs‘ und die Anwendung meiner Strategie und Autorität für mich persönlich konkret? Meine Strategie als Projektorin ist es, ‚auf Einladung warten‘. Als Strategie bezeichnet man im Human Design, wie wir am besten mit anderen interagieren. Ich habe gelernt, dass es für mich bei wichtigen Themen und Entscheidungen tatsächlich am besten funktioniert, wenn andere auf mich zukommen und ich nicht selbst initiiere.

Und ich habe eine ‚emotionale Autorität‘, was bedeutet, dass ich große Entscheidungen am besten nach meinem inneren Gefühl treffe. Als ‚Emo‘ habe ich aber nie eine Wahrheit im Jetzt, ich sollte am besten immer mindestens eine Nacht darüber schlafen, bevor ich eine wichtige Entscheidung treffe. Und das habe ich mir auch längst zur festen Gewohnheit gemacht und fahre damit sehr gut.

Resume

Falls du jetzt gerade erst auf Human Design gestoßen bist, kann ich dich nur ermutigen, deine ersten Schritte zu gehen und mal in das Thema hineinzuschnuppern. Bei mir war es so, dass ich immer faszinierter wurde, je tiefer ich in dieses Wissen vorgedrungen bin. Man lernt sich quasi Schicht um Schicht immer tiefer kennen und es ist fast unheimlich, wie präzise und genau dieses System unser Leben und unser Dasein erfasst und beschreibt.

Wenn du es bis jetzt noch nicht getan hast, erstelle dir also gleich mal hier dein Chart. Vielleicht ist es auch für dich der Auftakt zu einer spannenden persönlichen Reise.

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